Oliver Bäumker
Bürgermeister für Oelde

Gemeinsam Zukunft schaffen


Am Ende steht wieder der Mensch

Der Wahlkampf-Marathon neigt sich dem Ende zu. In den letzten Tagen war ich mehrfach in sehr unterschiedlichen Formaten zu Gast, um entweder alleine Rede und Antwort zu stehen oder mit den beiden anderen Kandidatinnen über politische Konzepte, die Motivation zur Kandidatur und das künftige Amtsverständnis zu debattieren. Und dabei sind Unterschiede schon sehr deutlich geworden, insbesondere in der Frage der eigenen Agenda haben mich Beobachter und Kenner der politischen Gegebenheiten in Oelde weiter vorn und viel breiter aufgestellt gesehen.

Das erfreut und gibt Kraft für den Endspurt, welcher aber nicht wie gewohnt auf dem Wochenmarkt stattfinden kann, weil persönlicher Kontakt nicht tunlich und letztlich auch nicht möglich ist. Statt dessen werde ich mich dorthin begeben, wo ich Sie persönlich und ungezwungener antreffen kann.

Aus den vergangenen Tagen nehme ich viel Zuspruch und schöne Erinnerungen mit, zum Beispiel an die gewohnt gut gemachte Podiumsdiskussion von KAB und Kolpingsfamilie in Oelde. Ich bin stolz, hieran teilgenommen und meinen Beitrag um gute Ideen für meine Heimatstadt geleistet zu haben. Ganz besonders begeistert hat mich auch das "Triell um Oelde" in der Alten Post, womit uns diese erneut bewiesen hat, wie unersetzlich sie für die Jugendarbeit in unserer Stadt ist.

Nicht zuletzt die wiederholten Begegnungen in den Ortsteilen, beim Heimatverein Sünninghausen, in der Stromberger Gastronomie und im Letter Hotel Hartmann haben meinen Blick auf die dortigen Belange und Wünsche nochmals nachhaltig geschärft.

Ich werde meine Erkenntnisse ab November in politisches Handeln umsetzen, wenn Sie mir dafür mit Ihrer Stimme das Mandat erteilen. Am Ende des Wahlkampfs steht also wieder der Mensch.


Bäumker trifft ... Adenauer!

Er ist nicht nur der jüngste Enkelsohn des ersten Bundeskanzlers Konrad Adenauer, er ist auch bereits seit 1999 Landrat des an Oelde grenzenden Kreises Gütersloh. Und daher gab es einiges mit Sven-Georg Adenauer zu besprechen, um das gute nachbarschaftliche Verhältnis zu bewahren und noch weiter zu vertiefen.

Das wichtigste Projekt, welches Oelde und zwei Gemeinden des Nachbarkreises verbindet, ist zweifelsohne das interregionale und interkommunale Gewerbegebiet AUREA. An der Stelle, an der jetzt die Ansiedlung von Amazon erfolgt ist, plante der Kreis Gütersloh eine gewaltige Mülldeponie, die erst durch eine Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs in Münster und nach massiver politischer Agitation verhindert werden konnte. Und natürlich bleibt mir die gemeinsame Radtour mit dem kürzlich verstorbenen Bundesminister a.D. Norbert Blüm und dem ebenfalls bereits verstorbenen Altbürgermeister Hugo Terholsen in Erinnerung, an der ich im Frühjahr 1990 als junger Nachwuchspolitiker teilnehmen durfte, um unserem Protest gegen die geplante Deponie Ausdruck zu verleihen. Das ist erfreulicherweise nun schon ziemlich lange her.

Landrat Adenauer und ich waren uns gerade vor diesem Hintergrund völlig einig, das gemeinsame Erfolgsprojekt AUREA weiterhin konstruktiv zu begleiten und auch künftig zusätzliche Flächen für ansiedlungswillige Unternehmen zu entwickeln. Auch die verkehrlichen Herausforderungen am dortigen Autobahnanschluss und weiter in Richtung St. Vit sowie Langenberg haben wir erörtert.


Warum will ich Bürgermeister werden?

Das vollständige Interview dazu mit mir im Oelder Schaufenster finden Sie hier zum Nachlesen.


Keine Sorge um unsere Stadt

Gerade jetzt sollte niemand die Menschen mit düsteren Szenarien verunsichern. Wir leben in einer lebens- und liebenswerten Stadt – und das wird auch ganz gewiss so bleiben.

Dennoch zeichnet sich ab, dass die Welt anders sein wird als zuvor. Wir hoffen weiter auf ein Ende der restlichen Einschränkungen, die viele von uns derzeit schmerzlich treffen, mehr aber noch wollen wir gesund sein.

Der Mensch mit seinen Grundbedürfnissen muss stärker ins Blickfeld von Politik und Gesellschaft rücken, ihm gehört unser besonderes Augenmerk. Das wird die Konsequenz dieser Tage sein.

Politik mit Augenmaß wird mehr denn je gefragt sein, dazu gehört aber auch der Mut, unbequeme Entscheidungen vorzubereiten, zu treffen und umzusetzen. Gerade ein Bürgermeister ist aufgerufen, eigene Ideen zu entwickeln und vorzustellen. Nicht gegen etwas, jedoch für die langfristige Erhaltung der Handlungsfähigkeit hier in unserer schönen Stadt.


Erhaltung der Grundversorgung

Viel gründlicher als bislang werden sich Bürgermeister, Verwaltung und Politik in Oelde künftig Gedanken um die Versorgung der Bürger mit Dienstleistungen und Gütern des täglichen Bedarfs machen müssen.

Dazu wird ganz bald ein möglichst enger Schulterschluss mit der heimischen Wirtschaft, mit Produzenten, Dienstleistern, Händlern und Gewerbetreibenden, sowohl in der Innenstadt wie auch in den Ortsteilen, erfolgen müssen.

Möglicherweise werden wir auch einige Entscheidungen aus der Vergangenheit noch einmal gründlich überdenken müssen, um über die Förderung unserer Geschäftswelt das Ziel einer bestmöglichen Bewahrung der Grund- und Nahversorgung wirksam zu erreichen.

Zu einer möglicherweise notwendig werdenden Konsolidierung des städtischen Haushalts gehört schließlich ein vorübergehender Verzicht auf im nächsten Jahr nicht zwingend notwendige Investitionen, beispielsweise die Errichtung der neuen Multifunktionshalle am Schul- und Sportzentrum.

Andererseits sind Ausgaben dann sinnvoll, wenn sie der Belebung der Innenstadt und der Ortsteile dienen, beispielsweise, indem wir den Weihnachtsmarkt und vielleicht auch die Eisbahn endlich einmal dorthin bringen, wo sie eigentlich hingehören, nämlich auf den Marktplatz. Auch könnten schon einige wenige und zugleich relativ kostengünstige Maßnahmen die Aufenthaltsqualität dort bereits deutlich verbessern.


Neue Konzepte für den Vier-Jahreszeiten-Park

Gründlich zu überdenken gilt es auch die Gesamtkonzeption des Vier-Jahreszeiten-Parks. Viele Bürger möchten zwei Jahrzehnte nach der erfolgreichen Landesgartenschau den eintrittsfreien Stadtpark als Oase der Naherholung zurückhaben. Das ist ein gewichtiges Argument, welches durch den Wunsch der Menschen in den Ortsteilen, Investitionen gleichmässiger und damit gerechter auf das Stadtgebiet verteilt zu sehen, noch verstärkt wird.

Ehrlicherweise müssen wir zudem feststellen, dass es nicht gelungen ist, die millionenschweren Investitionen in den Vier-Jahreszeiten-Park gewinnbringend auch für die Innenstadt oder gar die Ortsteile einzusetzen. Hier muss künftig kritischer gedacht werden und die Zeichen der Zeit müssen dabei von Forum Oelde wahrgenommen und umgesetzt werden.

Der Park ist von seiner ursprünglichen Bestimmung, die ihm durch seinen Stifter, Altbürgermeister Hermann Johenning, gegeben wurde, meilenweit entfernt, was auf Dauer nicht weiter ignoriert werden kann. Hier müssen wir eine Lösung finden, welche sowohl in der Bevölkerung als auch bei allen, die sich in ihrer Freizeit ehrenamtlich und mit eigenen Mitteln im Park engagieren, Akzeptanz findet, was den vergünstigten Einlass für junge Menschen und Spaziergänger, die das Freibad nicht nutzen wollen, einschließt.

Ich bin seit langer Zeit der Meinung, dass der Eingangsbereich des Parks grundlegend umgestaltet und befreit werden sollte von Gittern, Absperrungen und Kassenhäuschen, die dem Passanten derzeit keinen einladenden Eindruck vermitteln. Der Eingangsbereich muss eine Visitenkarte sein, geprägt von freier Sicht auf Kramers Mühle, Mühlenteich und die markante Architektur des Gastronomiegebäudes Ulithi, in dem 2021 neuerlich versucht wird, den Park zu attraktivieren.

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